Zurück in Wien

Ich habe heute Nacht schlecht geschlafen. Keine Ahnung warum. Vielleicht war es zu ruhig. Der Platz war eigentlich genial. Trotzdem war ich immer wieder wach.

Morgens war reger Betrieb auf dem Friedhofsparkplatz. Schon ab sieben Uhr morgens kamen die ersten Leute auf den Friedhof. Das war aber okay. Wir wollten ohnehin einigermaßen früh starten, denn unser Ziel war Wien.

Die Fahrt Richtung Wien verlief erfreulich unspektakulär – auch wenn wir uns regelmäßig umdrehen, um einen Blick auf die Reifen zu werfen. Wir freuten uns dann jedes Mal, wenn das komische Laufgeräusch, das wir vernahmen, nur vom Straßenbelag und nicht durch platte Reifen verursacht wurde.

Ungefähr 20 Kilometer vor Wien steuerten wir eine Gaststätte an, bei der Elektrofahrräder kostenlos geladen werden konnten. Da es heute ziemlich bewölkt war, nutzen wir das gerne, während wir uns heute am Sonntag mal eine schöne warme Mahlzeit und hinterher sogar Kaffee und Kuchen gönnten.

In Wien fuhren wir zuerst den ÖAMTC Schwechat an. Weil es aber noch recht früh war, entschieden wir, noch durch Wien hindurchzufahren bis zum ÖAMTC Wien West. Das hätte den Vorteil, dass wir am Montagmorgen nicht im Frühverkehr durch Wien hindurch müssten und schon mal auf der richtigen Seite für die Weiterfahrt wären.

Am Sonntagnachmittag durch die Stadt zu fahren, klappte sehr gut. Außerdem hat Andreas ja mittlerweile eine gewisse Routine. Ich staune jedes Mal, wie cool er durch solch große Städte fährt. Er lässt sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen.

Beim ÖAMTC angekommen, rätselten wir, wo wir hier am besten stehen könnten. Es gab vor dem Gebäude einen Parkplatz. Aber drumherum war sehr viel los. Das wäre ein denkbar schlechter Platz. Allerdings gab es noch ein Parkhaus. Im ersten Stock befinden sich Kunden- und im zweiten Stock Mitarbeiterparkplätze.

Zuerst wollten wir auf einen Kundenparkplatz im ersten Stock stehen. Andreas hatte auch einen Mitarbeitenden gefragt, ob das okay sei. Der meinte, er könne keine offizielle Erlaubnis geben, hätte aber auch nichts dagegen.

Um die Rampe zum Parkdeck auf jeden Fall zu schaffen, hatten wir sogar ein paar Helfer, die wir unten auf dem Parkplatz getroffen hatten und mit denen wir ins Gespräch gekommen waren. Das ältere Ehepaar war aus aus den USA (in der Nähe von Seattle).

Später kam ein anderer Mitarbeitender vom ÖAMTC und redete mit uns. Er stellte uns jede Menge Fragen, führte dann ein Telefonat und sagte schließlich, wir könnten unser Fahrzeug auf das Mitarbeiterparkdeck stellen. Dort gäbe es auch eine Steckdose, damit wir unsere Akkus laden könnten. In den ersten Stock kämen auch gerne mal Jugendliche. Oben auf dem Mitarbeiter-Parkdeck wären wir besser aufgehoben.

Während ich hier gerade im Wohnwagen am Tischchen sitze und den Blog schreibe, kann ich aus dem Fensterchen auf manche Dächer Wiens schauen. So langsam gehen die Lichter überall an, denn es wird dunkel.

Das Einzige, was hier in dem Parkhaus fehlt, ist eine Toilette. Und auch um das ÖAMTC Gelände herum ist es nicht gerade einfach, einen Busch oder Ähnliches zu finden, hinter den ich mich verkriechen könnte. Ich werde heute Nacht also zum ersten Mal die „Pipilotta“ verwenden müssen.

Morgen früh fahren wir dann die letzten 12 Kilometer aus dem Stadtgebiet von Wien hinaus und weiter in Richtung St. Pölten. Estmal geht es mehr oder weniger so weiter, wie wir auch hierher gekommen sind. Das nächst größere Ziel ist wieder Passau.


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2 Kommentare zu “Zurück in Wien”

  1. Guten Morgen, Wien habe ich mir irgendwie gemütlicher vorgestellt und nicht so modern und hoch.
    Wir verpassen uns nur um 14 Tage, da wir vom 24.-28.09. ein langes Wochenende dort verbringen. Kommt sicher und heil weiter, liebe Grüße!

    1. Hallo Susann, die modernen Gebäude, die ich fotografiert habe, lagen gerade auf unserer Strecke. Du wirst in Wien auch ganz viele ältere, verschnörkelte Gebäude sehen. Da sind wir nur nicht durchgefahren. Weiter in der Stadt drin findest du die hübschen Cafés etc. Wir wollten einfach nur möglichst zügig an das andere Ende der Stadt.

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