Als wir vor vier Wochen von zu Hause gestartet sind, war der Plan, morgens um spätestens 10 Uhr abfahrbereit zu sein. Das hat sich mit der zunehmenden Hitze geändert. Inzwischen versuchen wir, um 8 Uhr loszufahren und um spätestens 13 Uhr einen Schattenplatz zu haben, an dem wir den Rest des Tages verbringen können.

Das Frühstück gab es heute schon kurz vor 7 Uhr. Casper blieb so lange im Wohnwagen liegen und schlief weiter. Morgens hat er es nicht besonders eilig. Während Andreas nach dem Frühstück alles packte, gingen Casper und ich spazieren und bereits um kurz nach 8 Uhr konnten wir starten.
Wenn es in den nächsten Tagen noch heißer wird, verschieben wir die Abfahrtszeit noch weiter nach vorne.

Die Strecke war heute auch nochmal hügelig, aber insgesamt waren es weniger Höhenmeter als gestern.
Ganz oft winkten uns Autofahrer zu oder hupten kurz, um ihre Begeisterung auszudrücken. Witzig war auch, dass uns der Sozius eines Motorradfahrers fotografierte und ich sogar im Display seines Handys unseren roten Wohnwagen erkennen konnte, als uns das Motorrad überholte.
Als wir in einem „Bar Tabac Presse – Laden“ Milch, Ziegenkäse und Quiche einkauften, sprachen uns mehrere Leute an. Sie waren total begeistert. Sie hatten uns auch vorher schon auf der Straße gesehen und nutzten jetzt die Gelegenheit, sich das Gefährt näher anzuschauen.

Wir setzten unseren Weg fort. Aber kurze Zeit später bemerkte Andreas, dass das Fahrzeug nach links zog. Im ersten Moment befürchtete er, dass mit dem linken Radnabenmotor etwas nicht stimmte. Dann stellte er mit Erleichterung fest, dass wir „nur“ am linken Vorderrad mal wieder einen Platten hatten. Das ist jetzt Platten Nummer fünf in vier Wochen.


Andreas behebt die Platten inzwischen schon fast routinemäßig. Nach 15 Minuten fuhren wir weiter und eine Stunde später war es schon Zeit, einen Übernachtungsplatz zu suchen.
Wir fanden in Bellenaves eine große Linde, in deren Schatten wir den kompletten Nachmittag verbrachten. Es wehte sogar ein leichter Wind.
Das Wasser für die Dusche holten wir uns beim Friedhof und es musste diesmal nicht erst erhitzt werden…

Gegen Abend bekamen wir noch „Besuch“ von einem Ehepaar, das mit einem selbst ausgebauten Camper-Van unterwegs ist. Dieser und all seine Features wurden uns gezeigt und ausführlich beschrieben. Mir fiel wieder die Aufgabe zu, alles was ich verstanden habe, zu übersetzen. Und natürlich schauten sie sich auch unser Gefährt an und stellten viele Fragen dazu. Bastler schauen sich einfach sehr gerne an, wie andere Bastler etwas gelöst haben. Man kann sich davon inspirieren lassen und Dinge übernehmen.

Nachdem sich die Leute verabschiedet hatten, lief ich mit Casper um den großen Angelsee herum, der von unserem Übernachtungsplatz nur durch eine Reihe Hecken getrennt ist.

Gerade sitzen Andreas und ich auf unseren Stühlchen unter der Linde und hoffen, dass es möglichst bald kühler wird. Im Wohnwagen ist es Dank der Isolation zwar nicht höllisch heiß, aber noch deutlich zu warm als dass man es „angenehm“ nennen könnte.
Caspers Fell- und Zahnpflege gehört zur abendlichen Routine und darf auch während der Reise nicht vernachlässigt werden. Er findet es zwar weder auf der Reise noch zu Hause gut, aber lässt es meist ohne Theater über sich ergehen.

Der leichte Wind heute Abend wird hoffentlich bald dafür sorgen, dass wir schlafen können. Obwohl wir den ganzen Nachmittag nur unter der Linde saßen, sind wir müde.
hallo ilona und andreas,
ich freue mich für und mit euch,dass alles so gut klappt mit eurem neuen gespann,andreas hat sich sicher verbesserungsarbeiten gemerkt,ich war heute am sauerkirschen ernten,danke dafür und euch weiter gute fahrt bei den hochsommerlichen temperaturen,grüsse aus achern