Weiter geht’s, Richtung Heimat

Nach den vier wunderbar gemütlichen Pausentagen bei Elisabeth und Dietmar fiel es uns einerseits schwer, uns von den beiden nun für längere Zeit verabschieden zu müssen – andererseits zieht es uns auch zu unserem eigenen Häuschen zurück. Die Fahrt dorthin wird ohnehin noch ca. 10 Tage in Anspruch nehmen.

Wir freuten uns, dass uns Elisabeth und Dietmar heute noch ein Stück begleiteten. Wir standen alle etwas früher auf, denn wir wollten spätestens um 9 Uhr starten. Die nächsten Tage soll es so heiß werden, dass wir nur bis mittags fahren und uns dann für den Rest des Tages in den Schatten zurückziehen. Andreas und ich wären wahrscheinlich leichtsinnig genug, der Gluthitze zu trotzen, aber die Verantwortung für Casper zwingt uns hier zur Vernunft. Sehr gut! Das ist für alle drei gesünder.

Vor dem Start wollten wir mit dem Selbstauslöser meines Handys noch ein Foto machen. Ich suchte mir einen Platz für das Handy, stellte 10 Sekunden ein, drückte auf den Auslöser, eilte über die Straße zu unserem Fahrzeug und ließ mich auf meinen Sitz fallen…

In der Sekunde, in der mein Hintern auf den Sitz plumpste, dachte ich:“Oh Scheiße!“

Denn auf meinem schwarzen Sitz lagen zwei schwarze, gefüllte Hundekotbeutel, die wir zum nächsten Mülleimer mitnehmen und dort entsorgen wollten. Die hatte ich in der Eile nicht bemerkt… Ich hatte riesiges Glück, dass die Beutel von der stabileren Sorte waren und nicht geplatzt sind.

Ich hatte ja etwas Bedenken, ob es unser Gespann überhaupt die ersten steilen Kurven hoch zum Rathaus von Beaulieu schaffen würde. Aber wir hätten ja immerhin genug Leute zum Schieben gehabt. Das war aber gar nicht nötig. Mit etwas Anlauf und Nutzung der Außenkurven schafften wir die ersten Höhenmeter problemlos.

Es ging weiter auf und ab – wir sind ja schließlich immer noch in der Auvergne. Als wir uns gegen 11 Uhr von Elisabeth und Dietmar verabschiedet hatten, fuhren wir nur weiter bis in die Ortsmitte und machten eine kleine Kaffeepause. In der Zeit sollten sich unsere Akkus wieder ein bisschen laden. Denn die waren nach den fast 700 Höhenmetern auf den ersten 30 Kilometern ziemlich leer.

Nach weiteren 25 Kilometern, gegen 13 Uhr, kamen wir an einem Fußballfeld mit einem großen Parkplatz vorbei. Wir schauten uns um und beschlossen, hier den Rest des Tages und die Nacht zu verbringen. Inzwischen haben wir ja ein gutes Auge dafür, ob ein Platz für die Übernachtung in Frage kommt, oder nicht.

Es gibt eine Art Clubhäuschen neben dem Fußballfeld, das uns verschiedene Annehmlichkeiten bietet. Das Wichtigste ist der Schatten!

Das Clubhaus ist ziemlich schmutzig und heruntergekommen. Es gibt unzählige leere Bierflaschen und Plastikbecher, obwohl direkt vor dem Gelände Müllbehälter für Glas- und Plastikmüll stehen.

Wir fanden einen Besen und haben ja Geschirrspülmittel an Bord. Nachdem wir also gefegt, ein bisschen aufgeräumt umd die Spüle gereinigt hatten, konnte man es hier gut aushalten. Super ist, dass es funktionierende Toiletten und Duschen gibt, die wir benutzten.

Bei Dietmar und Elisabeth haben wir ja sowohl unsere Kleidungsstücke als auch die Bettwäsche in die Waschmaschine gesteckt und den Wohnwagen ausgesaugt. Alles ist schön frisch und sauber. Und heute Abend können wir auch frisch geduscht und sauber in den Wagen liegen. Wir hoffen nur, dass es heute Nacht einigermaßen abkühlt, damit wir schlafen können.


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2 Kommentare zu “Weiter geht’s, Richtung Heimat”

  1. Schöne Heimreise wünschen wir euch.
    Ich gehe am Montag in Reha,heute eine Busfahrt nach Neckarsteinach,Schifffahrt nach Heidelberg,Stadtbummeln,am Heimweg noch irgendwo Kaffee und Kuchen 🍰.
    Gute Fahrt

    Angelika und Hans

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