Um 5:30 Uhr rollte heute Morgen ein LKW auf den Parkplatz und nur wenige Minuten später war ich unglaublich froh, dass ich Andreas gestern überredet hatte, unseren Wohnwagen nicht neben den Glascontainern zu parken, sondern in einer optisch ansprechenderen Ecke des Parkplatzes.
Denn genau an dem Platz, den sich Andreas zuerst ausgesucht hatte, stand nun der LKW und entleerte laut scheppernd die Container. Wir waren daraufhin zwar wach, mussten aber nicht in Windeseile zusammenpacken, damit der LKW an die Container kam.
Etwa eine Stunde später vernahm ich wieder Geräusche. Ein Mann ging mit seinem Hund Gassi und ich wurde das Gefühl nicht los, dass er den Hund extra um unseren Wohnwagen herumschickte, damit sein Herrchen ihn besser in Augenschein nehmen konnte.
Wir hatten heute Morgen sehr viel Zeit für den Aufbruch, denn die Streckenlänge für heute stand beteits fest. Wir würden uns mit Elisabeth und Dietmer auf einem Campingplatz treffen, bevor die beiden zu ihrem Haus in der Auvergne weiterfahren. Dort werden Andreas und ich dann in vier oder fünf weiteren Tagen zu ihnen stoßen.

Kurz vor unserer Abfahrt steuerte eine Frau auf uns zu. Sie fand unser Fahrrad und den Wohnwagen super. Wir redeten eine Weile miteinander. Im dem Ort gab es einen kleinen Laden, in den man aber nur mit einer bestimmten Karte hinein kam. Sie öffnete die Tür mit ihrer Karte für mich damit ich dort einkaufen konnte. Dann ging sie nach Hause, um kurz darauf mit frischem Kaffee für uns zurück zu kommen. Außerdem brachte sie uns Madeleines und Bananen.

Sie sagte, es gäbe ja auch Menschen, die nicht so nett wären, aber wir sahen nett aus. Sie fand Andreas und mich mutig, aber was sie mir in nur wenigen Minuten über ihr Leben erzählte… das widerum fand ich mutig.

Mittags machten wir neben einer abgemähten Wiese die Mittagspause. Die riesige Wiese diente dazu, mit Casper spazieren zu gehen und im Anschluss gab es für uns alle etwas zu essen und Zeit, um einfach nichts zu tun..


Bereits am frühen Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz an.

In aller Ruhe bauten wir unser Bett auf und tranken erstmal einen Kaffee bis Elisabeth und Dietmar auch ankamen.


Auf dem Campingplatz ist es super ruhig. Aber klar, wir sind ja jetzt ziemlich genau in der Mitte von Frankreich. Je näher man ans Meer kommt, desto lauter, teurer und belebter. Uns ist die Ruhe in den kleinen Städtchen und Dörfern deutlich lieber.


Elisabeth und Dietmar kochten ein super leckeres Abendessen für uns alle. Wenigstens konnten wir das Dessert beisteuern.

Wir finden es sehr schade, dass wir die Reise nicht, wie geplant, gemeinsam machen konnten. Aber immerhin konnten wir uns immer wieder auf der Strecke treffen. Und auch in Beaulieu werden wir ein paar Tage gemeinsam verbringen. Darauf freuen wir uns schon.
Inzwischen sind wir ungefähr 1.300 Kilometer gefahren und nur ein einziges Mal mussten wir die Akkus an einer Steckdose laden. Die Solarpanele funktionieren super. Ab morgen wird es deutlich bergiger. Wir sind sehr gespannt wie es dann wird. Zuversichtlich sind wir auf jeden Fall schon mal.
Uff, endlich mit Lesen nachgeholt. Auch weiterhin so entspannte TTage für euch!
Hallo ihr Beiden! Liebe Grüsse aus Weinheim an die Frankreichfahrer. Wir sind immer wieder von eurem Reisefieber und Abenteuer beeindruckt! Alles Gute euch Dreien und gute und sicher, sowie unfallfreie Weiterfahrt!
Herzlichst Sylvia und Matthias