Nach dem schönen gemeinsamen Frühstück – sogar mit frisch zubereitetem Müsli und Frühstückseiern (Danke Elisabeth und Dietmar!) machten wir uns gestärkt wieder auf den Weg.

Elisabeth und Dietmer wollten uns ca. 40 Kilometer auf unserer heutigen Strecke begleiten und dann wieder zum Campingplatz zurückkehren.
Aber nach nur wenigen Kilometern vernahmen meine Ohren ein unmissverständliches Geräusch. Es machte „Pffffffffffff“.

Der nächste Reifen war platt, beziehungsweise es war der selbe Reifen wie gestern. Allerdings sind Dietmar und Andreas diesmal dem Grund für die Platten auf die Spur gekommen.

Es liegt wohl an der starken Beschleunigung und dem starken Abbremsen. Das sind zwei gegensätzliche Bewegungen, die der Schlauch mitmachen muss. Andreas wird nun versuchen, durch eine defensivere Fahrweise, das Problem zu reduzieren.
Der erste Abschnitt unserer Strecke verlief heute auf einer stärker befahrenen Straße. Und weil wir den Radweg wieder mal nicht nehmen konnten, beschlossen Elisabeth und Dietmar, lieber einen Abstecher nach Rouen zu machen.

So trennten sich unsere Wege bereits nach 11 Kilometern wieder, aber morgen Abend wollen wir uns wieder treffen, bevor wir übermorgen Kurs auf die Auvergne nehmen.

Ansonsten war die Strecke – abgesehen vom ersten Drittel – auf kleinen, ruhigen Straßen. Rechts und links des Weges bestaunten wir wieder die hübschen Häuser und Gärten.

Bald nachdem wir an einem der Häuser angehalten hatten, um es zu fotografieren, stellte Andreas fest, dass der Fahrrad-Tacho nicht mehr da war. Wir fuhren zwei Kilometer zurück und suchten mit den Augen den Straßenrand ab, während wir ganz langsam die Straße entlang fuhren. Und tatsächlich fanden wir ihn! Schon wieder Glück gehabt!

Nachmittags machten wir ein Kaffeepäuschen. Wir hatten vom Vormittag nämlich noch eine Rosinenschnecke übrig. Während Andreas mit dem Sturmkocher das Wasser erhitzte, liefen Casper und ich auf einem Waldweg spazieren. Der Weg war sehr schön. Der Boden fühlte sich angenehm weich an, er war komplett im Schatten, es blies ein geradezu kühles Lüftchen und die Stechmücken blieben auch weg.

Nach dem schönen Spaziergang und dem Kaffee mit Rosinenschnecke fuhren wir noch eine Weile weiter.

Allerdings beschlossen wir, heute deutlich früher einen Schlafplatz zu suchen, damit wir abends auch mal noch Zeit haben würden, ein bisschen zu lesen.

Wir fanden in Cormeilles einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz. Was die Dusche betrifft, musste heute mal die Wasser-und-Waschlappen-Methode herhalten. Das funktioniert auch. Die Picknickdecke bot wieder einen einigermaßen guten Sichtschutz. Wir sind ja ohnehin inzwischen sehr gut, wenn improvisiert werden muss.

Nach dem Waschen saßen Andreas und ich noch eine Weile neben dem Wohnwagen, während Casper im Wagen schon schlief.
