In der Champagne

Weil wir ja lernfähig sind, wurden heute Morgen diverse Schrauben schon angezogen, BEVOR es zu komischen Geräuschen kam.

Allerdings hatten wir bereits nach weniger als 1 km nach dem Start eine Stelle, an der wir es vorzogen, umzukehren und eine Alternative zu suchen. Da war nämlich ein ziemlich steiler Anstieg auf losem Untergrund. Wir hatten absolut keine Lust auf eine Wiederholung von dem Debakel gestern. Außerdem hätten wir auf dem Feldweg lange warten können, bis jemand kommt, der uns beim Schieben helfen kann. Deshalb kuppelten wir ab, drehten um und nahmen die Straße.

Auf der Kanalstrecke hatten wir mehrfach Glück, dass wir gerade so zwischen den Absperrungen hindurchpassten. Nachdem wir aber die zweite Engstelle hatten, die wir nicht passieren konnten, verlegten wir unsere Route kurzerhand auf die Landstraße, die parallel zur Kanalstrecke verlief.

Es war aber erstaunlich wenig los, sodass uns der Autoverkehr nicht störte. Ganz im Gegenteil – wir kamen deutlich besser und besonders stressfreier voran.

Die Mittagspause verbrachten wir neben einer Kirche im Schatten eines Baumes, während unsere Solarpanele fleißig weiter Strom produzierten.

Als es gegen Mittag und am Nachmittag zunehmend heißer wurde, suchten wir immer wieder Friedhöfe auf, um uns mit dem Wasser vom Wasserhahn etwas zu erfrischen.

Auch am späten Nachmittag standen wir wieder an einem Friedhof, als plötzlich ein Mann auf uns zukam und uns sagte, wie toll er unser Gefährt findet.

Wir kamen ein bisschen ins Gespräch, und er fragte uns, wo wir heute noch hin wollten. Ich erklärte ihm, dass wir dennächst anfangen würden, einen Platz zum Übernachten zu suchen. Daraufhin sagte er, das er und seine Frau circa 20 km entfernt wohnen und sie uns gerne anbieten würden, bei ihnen im Garten zu übernachten.

Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir das Haus von Eric und Marie Paule. Da sie früher auch einen Hund hatten, der inzwischen leider verstorben war, war der Garten noch eingezäunt und Casper durfte darin schnüffeln gehen.

Eric und Marie Paule halfen uns auch bei der Streckenplanung für morgen, da wir ja wieder auf unsere eigentliche Strecke zurückfahren werden.

Wir saßen noch lange gemütlich bei einem Abendessen und sogar einer Flasche Champagner zusammen und unterhielten uns. Die Übersetzungen von Deutsch auf Französisch sowie Französisch auf Deutsch war meine Aufgabe. Es hat aber gut geklappt, so dass wir alle an der Unterhaltung teilnehmen konnten.

Es war eine glückliche Fügung, dass wir heute ausgerechnet auf diese beiden gastfreundlichen Menschen gestoßen sind, die uns so spontan zu sich eingeladen haben.

Glücklich über den schönen Ausklang des Tages nach 117 Kilometern, legten wir uns in unsere gemütliche „roulotte rouge“.


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1 Kommentare zu “In der Champagne”

  1. Hallo ihr beiden,
    Schöne Bilder und einen guten Bericht über euch.Wir wünschen euch eine gute schadensfreie Weiterfahrt. 👍 AuH.

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