Plan B muss her!

Die erste Nacht war übel. Es lag nicht am Campingplatz und auch nicht am Wohnwagen, die Züge fuhren in der Nacht nicht und auch von der Straße kam kein Lärm.

Das Problem war Folgendes: Mitten in der Nacht hatten wir in unserem Wohnwagen plötzlich einen bestialischen Gestank. Nachdem wir die Taschenlampe angeknipst hatten, sahen wir, woran das lag. Der Gestank kam nicht von draußen, sondern vom Fußende meiner Bettdecke. Casper hatte offenbar Durchfall…Tagsüber war das Kerlchen doch noch putzmunter und es gab keinerlei Anzeichen dafür.

Jedenfalls war meine Bettdecke nicht mehr zu gebrauchen! Außerdem mussten wir mehrmals in der Nacht mit Casper raus. Auch wir selbst suchten nachts sehr oft die Toilette auf. Ich glaube, je weiter die Toilette vom Bett entfernt ist, desto häufiger muss man hin.

Wir bekamen also alle drei sehr wenig Schlaf in dieser Nacht. Trotzdem waren wir guter Dinge, als wir mit Elisabeth und Dietmar morgens beim Frühstück saßen.

Als all unsere Habseligkeiten wieder in den Anhängern verstaut war und alle auf ihren Gefährten saßen, starteten wir zur zweiten Etappe bei schönstem Wetter.

Durch das Tal der alten Schleusen sind Andreas und ich schon oft gefahren. Es ist immer wieder wunderschön!

Kurz vor der Mittagspause meinten Dietmar und Elisabeth, dass ihr Anhänger wohl ein Problem hätte. Sie meinen, das Getriebe hätte einen Schaden. Wir würden abends beraten, ob wir unsere gemeinsame Tour wie geplant fortführen können, oder ob wir einen Plan B aus der Tasche ziehen müssen.

Je nachdem was kaputt ist, muss sogar noch ein Plan C oder D her.

Wir konnten trotzdem die Fahrt heute fortsetzen.

Als wir am Ende des heutigen Tracks angelangten, sahen wir, dass der Campingplatz, den wir angesteuert hatten, gar nicht in Betrieb war. Es gab zwar ein Sanitärhäuschen, aber das Wasser war abgestellt und es gab auch keinen Strom. Zum Glück kannte Google einen weiteren Campingplatz, nur 3,5 Kilometer entfernt.

Obwohl dieser schon ziemlich ausgebucht war, bekamen wir einen Platz zugewiesen, worüber wir sehr froh waren.

Ein weiterer Campingplatzbesucher kam hinzu und schaute sich unsere Gefährte und Anhänger an. Das geht uns immer so, wenn wir irgendwo stehen bleiben. Plötzlich meinte der Mann, der rote Wohnwagen habe einen Platten vorne rechts. Auch das noch!

Der Schlauch war vom Ventil ausgehend ringsherum wieder zum Ventil aufgeplatzt.

So verbrachten wir einen Teil des abends damit, die ersten Reparaturen durchzuführen.

Casper war den Tag über eigentlich recht munter. Er jagte weiterhin nach fliegenden Pollen und Insekten. Trotzdem mache ich mir natürlich ein bisschen Sorgen und hoffe, dass es ihm sehr bald wieder gut geht. Ansonsten müssen wir einen Tierarzt aufsuchen.

Der Plan bezüglich des Anhängers von Elisabeth und Dietmer ist nun (da man es nicht während der Reise reparieren kann), dass die Tochter der beiden einen anderen Anhänger eine andere Anhängerkupplung und ein kleineres Zelt bringt, damit man überhaupt weiterfahren kann. Auch die Strecke müsste man dann ein bisschen ändern.

Da Cäcilia aber noch nichts von dem Plan weiß, werden wir vielleicht morgen mehr wissen, wie es weitergeht. Morgen fahren wir zuerst mal Richtung Nancy weiter.


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4 Kommentare zu “Plan B muss her!”

  1. Guten Morgen, wir drücken euch alle Daumen, dass die Startschwierigkeiten bald gelöst sind und es Casper wieder durchgehend gut geht!
    Schön, dass wir euch begleiten können!

  2. Guten Morgen,
    ich lese gerade den Bericht von euren ersten beiden Tagen und ich denke, über Langeweile müsst ihr euch nicht beklagen.
    Für die weitere Reise wünschen wir euch nur noch Glücksmomente und für Casper natürlich gute Besserung und euch allen gute Gesundheit.
    Liebe Grüße
    Claudia, Jean und Manu🐾

  3. Wir sind gerade noch auf Tagestour mit unserem Tandem an diesem herrlich sonnigen Damstag und sind gespannt, wie ihr weitergekommen seid. Dass Dietmar & Elisabeth zurückfahren, sehen wir bereits an ihrem Standort im Polarsteps. Für euch hoffen wir eine gute Weiterfahrt und dass es Casper wieder gut geht 🍀

  4. Wir sind gerade noch auf Tagestour mit unserem Tandem an diesem herrlich sonnigen Samstag und sind gespannt, wie ihr weitergekommen seid. Dass Dietmar & Elisabeth zurückfahren, sehen wir bereits an ihrem Standort im Polarsteps. Für euch hoffen wir eine gute Weiterfahrt und dass es Casper wieder gut geht 🍀

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