Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Nach dem Spaziergang mit Casper packten wir die restlichen Sachen ein, prüften nochmal im Haus, ob alle Fenster und Türen zu, alle Lichter ausgeschaltet sind und sich nichts mehr im Kühlschrank befindet, das nach unserer Rückkehr undefinierbare Farben und Formen angenommen haben könnte.
Beim Rathaus wurden wir von Karl-Heinz, Klaus und Nala verabschiedet und kurz danach fuhren wir aus dem Dorf hinaus.

Unsere Strecke führte uns zunächst ins Kinzigtal, dann über Gutach und Hornberg nach St. Georgen.

Ich erhielt während der Fahrt von einem Arbeiskollegen plötzlich ein Bild von uns, das wohl in Offenburg aufgenommen worden war.

Jemand aus seiner Verwandtschaft hat uns gesehen, fotografiert und das Bild geteilt. Unter dem Foto stand: „Schaut mal, was bei uns durchfuhr. Habt ihr so was schon gesehen? Ist doch cool!“
Ja, wir werden jeden Tag fotografiert und gefilmt. Dass dieses Foto aber den Weg zu uns zurück machte, ist trotzdem lustig.

In Hornberg unterschätzte Andreas leider die Breite unseres Anhängers (da wir ja jetzt ausgeklappt fahren) und erwischte mit der linken Seitenklappe den Mercedes SUV eines Niederländers. Der dazugehörige Fahrer war fast zwei Köpfe größer als Andreas… Zum Glück konnten wir die Sache schnell klären. Der Niederländer verlangte einen sogar für unsere Verhältnisse erschwinglichen Geldbetrag und wir konnten weiterfahren. Es gibt nun eben zwei Wochen lang nur noch Wasser und Brot… 😉 Spaß beiseite – wir waren wirklich erleichtert, dass dieses Problem so schnell vom Tisch war. Ich befürchtete schon, dass jetzt erst die Polizei geholt werden müsse und es hinterher ein Hin und Her mit den Versicherungen beider Parteien geben würde.

Das größere Problem ist, dass Casper sich beim Nachmittagsspaziergang wohl am Auge verletzt hat. Nach Rücksprache mit Caspers Züchterinnen und einer Erstversorgung mit den Arzneimitteln, die ich für solche Fälle an Bord habe, werden wir das Auge morgen doch von einem Tierarzt anschauen lassen müssen.

Als Übernachtungsplatz wählten wir für heute den Friedhofsparkplatz in Peterzell aus. Unsere neue Duschvorrichtung erwies sich schon gleich als extrem vorteilhaft. Wir konnten ungestört duschen und sicher sein, dass sich die Friedhofsbesucher, die zum Blumen gießen in Scharen auf den Friedhof strömten, nicht von uns gestört fühlten.

Mit Casper machte ich abends noch einen wunderschönen Spaziergang im Wald. Wir trafen absolut niemanden und konnten so die wunderbare Ruhe und den Duft der Nadelbäume genießen.
Nun sitzen wir im Wagen, es läuft ein Ventilator, was sehr angenehm ist und wir googeln, wo wir morgen die nächstgelegene Tierarztpraxis finden.
Mit den heutigen 90 Kilometern sind wir weiter gekommen, als wir angenommen haben. Das ist gut, immer einen kleinen Puffer zu haben. Man weiß ja nie, ob mal irgendwann eine Zwangspause nötig ist. Oder natürlich, ob es irgendwo so schön ist, dass wir unbedingt mehrere Tage bleiben wollen.
Hallo ihr 3,
wir wünschen erstmal alles Gute für Casper und euch ein gutes Gelingen für eure große Tour!
Liebe Grüße
Claudia, Jean und Manu🐾
Gute Fahrt und möglichst wenig weitere Hindernisse auf einer sicherlich herrlichen Tour wünschen euch Stefan & Anja
Just finished reading about your trip through France earlier this year and thoroughly enjoyed it. You seem like wonderful people and I wish you all the best on your current trip. If you are ever in the Vancouver area of British Columbia in Western Canada we would love to have you visit.