Alle(s) unter einem Dach

Wie versprochen, hat uns unser „Nachbar“ heute früh das Kaffeewasser erhitzt. Weil es am Morgen noch recht frisch war, frühstückten wir erstmals im Wohnwagen.

Es war super, dass wir das auch endlich mal testen konnten und ich muss sagen: es war hervorragend. Man kann gemütlich am Tischchen sitzen und hat alle „Küchenutensilien“ in greifbarer Nähe.

Als wir uns für die Weiterfahrt bereit machten, schenkten uns die Leute aus dem Wohnmobil, das über Nacht auch auf dem Parkplatz stand, eine Packung Kekse. Außerdem durften wir den acht Wochen alten Welpen halten.

Die Besitzerin passte aber gut auf, dass das kleine Fellbündel nicht auch in Caspers Hundebox verschwand.

Die Sonne ließ sich heute kaum blicken und Andreas musste den Ladestand der Akkus gut im Auge behalten.

Für die Mittagspause kauften wir in einer kleinen Stadt etwas ein. Weil es draußen zu ungemütlich war, aßen wir auch wieder im Wagen, der übrigens mitten auf dem Rathausplatz stand. Ab und zu erschien ein Gesicht vor dem Fenster, weil jemand versuchte, einen Blick ins Wageninnere zu erhaschen.

Nachmittags überlegten wir, wie weit wir heute fahren sollten, beziehungsweise wo wir unere Akkus laden sollten. Die Sonne wird sich nämlich auch in den nächsten Tagen nicht oft blicken lassen.

In einem Dorf (es heißt Beaurepaire) wollten wir bei einem Kaffee überlegen, wie weit wir heute noch fahren würden. Wir hielten bei einem kleinen Weiher. Dort gab es eine kleine Grünfläche mit einem etwas klapprigen Picknicktisch. Der Platz würde sich sogar als Übernachtungsplatz eignen.

Als Andreas das Wasser mit dem Spiritus-Kocher erhitzte, kam ein Mann zu uns, der nebenan wohnt und von seinem Grundstück aus auf unser Gefährt aufmerksam geworden war. Natürlich bekam auch er eine Erklärung.

Er fragte uns, ob wir etwas brauchen und ich antwortete ihm:“Strom“

Wir durften unser komplettes Gespann in seinem Hof abstellen, wo es laden konnte, während wir gemeinsam mit Casper einen ausgefehnten Spaziergang machen konnten.

Es kommt nicht so oft vor, dass wir unser Gefährt gemeinsam verlassen. Normalerweise gehen wir nur so weit weg, dass wir es noch im Auge behalten können. Da es aber jetzt bei Yves geschützt im Hof stand, konnten wir alle drei gemeinsam einen schönen langen Spaziergang unternehmen.

Gegen Ende des Spaziergangs fing es an zu regnen. Als wir wieder zurück waren, war auch Yves Frau Sylvie da. Die beiden luden uns zu Getränken und Madeleines ein. Vorher zeigten sie uns ein kleines Nebengebäude, das zu einem Gästezimmer mit Bad und kleiner Kochnische ausgebaut war. Sie luden uns ein, darin zu übernachten.

In unseren Wohnwagen ist es zwar auch trocken und schön warm, aber nachts mal barfuß zur Toilette zu marschieren, ohne überlegen zu müssen, hinter welchem Busch man sich nun verstecken soll, ist zwischendurch auch mal angenehm. Sowieso wenn draußen jedes Grashalm und jeder Busch nass ist.

Von Sylvie haben wir sogar etwas Salat aus ihrem eigenen Garten bekommen, den wir mit Tomaten und Walnüssen ergänzten. Ein bisschen Baguette hatten wir vom Mittag auch noch übrig.

Nach dem Abendessen und einer warmen Dusche krochen wir ins Bett und schielten ab und zu nach draußen, wo es nal mehr und mal weniger regnete und ordentlich windete.

Jedenfalls ist für heute das Thema Strom gelöst und morgen findet sich sicher auch eine Lösung, bis es wieder onniger wird.


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