„Spezi-Nachlese“

Auf der Spezialradmesse haben wir ja einige Eigentümer von Fahrradwohnwagen getroffen und hatten die Gelegenheit, wertvolle Tipps zu erhalten. Besonders die Tipps von Matthias, der seit mehr als einem Jahr schon mit seiner Katze im Fahrradwohnwagen lebt, haben wir förmlich aufgesaugt.

Ich fand es total spannend, wie er seinen Camper „katzengerecht“ eingerichtet hat. Der Kater hat einen Kratzbaum, eine Katzentoilette und ein Bullauge zum Rausschauen . Außerdem sorgen ein Lüfter und eine Klimaanlage dafür, dass es im Wohnwagen nicht zu heiß wird. Bei kälteren Temperaturen werden mit elektrischen Heitzdecken und einer Diesel-Standheizung für eine angenehme Wärme gesorgt.

Mehrmals am Tag darf der Kater auf Erkundungstour gehen – gesichert mit einem Katzengeschirr und Leine 😉

Andreas interessierte sich mehr für die technischen Details seines Wohnwagens. Er war schon bald ganz vertieft im Gespräch mit Matthias, denn der hat bei der „Inspektion“ unseres Wagens angemerkt, dass die Bremse für den Hänger zu schwach ausgefallen war. Dieser sollte man unbedingt ein Upgrade verpassen. Es geht schließlich um unsere Sicherheit! Matthias schickte uns mehrere Links, damit wir wussten, welche Teile für den Umbau der Bremse benötigt werden. Außerdem erhielt Andreas einen detaillierten Plan nebst Erklärung.

Direkt nach unserer Ankunft zu Hause haben wir die Liste abgearbeitet und die Teile bestellt. Es durfte keine Zeit vergeudet werden, denn unsere erste größere Tour mit dem Wagen startet am 21. Mai!!

Der Zufall wollte es, dass Matthias nach der Spezi Richtung Mannheim unterwegs war. Da lag Wagshurst ja ziemlich genau auf seiner Route und wir fragten ihn, ob er Lust hätte, Andreas bei der Umsetzung des Plans behilflich zu sein. Wir waren sehr erleichtert, als Matthias zusagte. Wenige Tage nach der Spezi rollte er in Begleitung von Jonas – einem weiteren Fahrradwohnwagenbesitzer – auf unseren Hof.

Der Umbau der Bremse verlief reibungslos, obwohl eines der gelieferten Teile nicht vollständig war. Hier wurde einfach improvisiert und schon bald funktionierte alles so wie es sollte.

Zur Verdeutlichung, was da gebaut wurde, gibt es hier ein kleines Erklär-Video.

Und so sieht das Ganze eingebaut aus. Und es funktioniert!

Auch als die eigentliche Arbeit längst abgeschlossen war, genossen wir es, uns mit Matthias zu unterhalten. Wir waren sehr angetan, wie er sein Leben im selbstgebauten Fahrradcamper lebt. Durch seine Aufgeschlossenheit und sein handwerkliches Geschick hat er auf seiner Reise viele gute Erfahrungen gemacht. Auch sprachen wir darüber, wie es überhaupt dazu kam, dass er seine Wertevorstellungen im Vergleich zu seinem „früheren“ Leben so deutlich verändert hat und nun seit mehr als einem Jahr auf 2 Quadratmetern mit seiner Katze lebt.


Alle Beiträge im Überblick von "Bau Fahrradwohnwagen"

1 Kommentare zu “„Spezi-Nachlese“”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert