Alles – außer „normal“

Für viele Spezialradfahrer ist die weltgrößte Spezialradmesse, die immer am letzten Wochenende im April stattfindet, ganz dick im Kalender eingetragen. Man fährt nicht nur zur „Spezi“, weil man etwas braucht oder sich über Neuerungen informieren möchte, sondern auch einfach nur, um sich mit Leuten zu treffen und auszutauschen, die etwas anderes als ein „normales“ Fahrrad fahren.

Für Andreas und mich war der Besuch der „Spezi“ dieses Jahr besonders spannend, weil wir nicht als Tagesgast anreisten, sondern wir uns bereits am Freitag mit unserem Gespann Richtung Freiburg aufmachten.

Der eigens für Zelte und Fahrradwohnwagen abgeteilte Bereich des Messegeländes war bei unserer Ankunft noch nicht so voll, so dass wir uns ein schönes Plätzchen am Rand aussuchen konnten. Das war uns wichtig, damit Casper besser zur Ruhe kommen konnte. Auch einige andere Camper hatten ihren Hund dabei.

Der Platz für die Camper füllte sich bis Samstagabend immer weiter. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war er so voll, dass man nachts auf dem Weg zum Sanitärgebäude sehr aufpassen musste, um nicht über Zeltschnüre oder am Boden liegende Menschen im Biwaksack zu stolpern.

Sich am Samstag für ein Weilchen ins Getümmel der Messehalle zu stürzen, überließ ich Andreas. Diese Reizüberflutung wollten wir unserem Hund nicht antun.

So blieb ich mit Casper entweder im bzw. in der Nähe unseres Wohnwagens oder wir unternahmen Spaziergänge.

Wenn wir uns allerdings beim Wohnwagen aufhielten, bekamen wir eigentlich ständig Besuch.

Unser Wagen wurde inspiziert und bestaunt. Andreas wurde gefragt, wie er dies oder jenes gelöst hat und warum. Da wir ja auch sehr stolz auf das Ergebnis des sechsmonatigen Projekts sind, zeigten wir gerne unseren „Hänsel“. Außerdem durften auch wir die anderen Fahrradwohnwagen, die auf dem Camper-Gelände standen, inspizieren. Wir bekamen jede Menge sehr wertvolle Tipps. Besonders stolz waren wir, als uns eine Frau aus der „Fahrradwohnwagen-Szene“ mitnahm, um uns den anderen Wohnwagen-Besitzern vorzustellen.

Ich war insgesamt sehr positiv überrascht über die schöne und ruhige Atmosphäre auf dem Platz. Obwohl so viele Zelte und einige Fahrradwohnwagen dicht an dicht standen und sich abends grüppchenweise die Leute zusammensetzen, um sich zu unterhalten, war es trotzdem ruhig. Interessant fanden wir auch, dass selbst viele der Aussteller auf den Platz für die Camper kamen, um sich dort umzusehen und sich mit den Leuten zu unterhalten.

Als wir am Sonntag bei schönstem „Solar-Wetter“ wieder nach Hause fuhren, waren wir uns darüber einig, dass wir auch beim nächsten Spezi-Besuch wieder als Camper teilnehmen werden. Denn noch schöner als der eigentliche Messebesuch war für uns der wertvolle Austausch mit Besuchern und Ausstellern „hinter den Kulissen“ – auf dem Platz für die Camper.


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