Es war schon sehr praktisch, dass wir heute Morgen die Sanitäreinrichtung des Gemeindehauses nutzen konnten. Außerdem wurde uns ja bereits gestern eine Steckdose gezeigt, an der wir unsere Handys laden durften. Heute früh nutzten wir diese auch für den Wasserkocher. Das Kaffeewasser ist einfach schneller heiß als mit dem Sturmkocher, obwohl wir den auch nicht mehr missen wollen.

Es gibt ja Menschen, die morgens überhaupt nichts frühstücken, oder nur ganz wenig. Für uns ist der Kaffee und das Marmeladenbrot zum Frühstück unerlässlich. Es gab schon Tage auf früheren Reisen, da mussten wir erst 40 Kilometer radeln, bis wir Zutaten für das Frühstück kaufen konnten.

Auch was die Einkäufe betrifft, haben wir dazugelernt. Wir sorgen immer dafür, dass wir abends schon an Bord haben, was wir morgens brauchen. Oder wir wissen, dass es in dem Ort, in dem wir übernachten, gleich morgens etwas zu kaufen gibt.

Gut gestärkt und gut gelaunt brachen wir auf unsere bisher anspruchsvollste Etappe dieser Reise auf. Ein großer Teil der Auvergne gehört zum vulkanischen Zentralmassiv. Und das bedeutet nun mal, dass es sehr hügelig ist. Die Landschaft ist teilweise tief eingeschnitten.
Wenn es bergab ging, fuhr man so lange runter, bis man an eine Brücke über ein Flüsschen kam. Und direkt nach der Brücke ging es auf der andern Seite wieder genauso bergauf. Und das kam auf der heutigen Etappe oft vor.

Allerdings wurden wir durch die wunderschöne Landschaft und den Blick auf die Vulkankegel in der Ferne entschädigt. Die Landschaft sieht einfach bezaubernd aus. Viele Bäume sind mit Moos oder Flechten bewachsen. Je nachdem wie das Sonnenlicht durch die Bäume scheint, hat das durchaus etwas Mystisches.

Einmal führte uns der Track eine Straße hinunter, die vor einer Schranke endete. Andreas schaute sich an, ob man die Schranke mit unserem Spezialschlüssel öffnen könnte. Er versuchte es dann aber erst gar nicht, weil er ein Schild mit der Aufschrift „Militärgelände“ entdeckt hatte.

Auch bei einem noch so hübschen kleinen Zirkuswagen, der über den Truppenübungsplatz rollt, würden die Soldaten wahrscheinlich keinen Spaß verstehen.

Es half nichts – wir mussten abkoppeln und umdrehen. Die Entschädigung dafür gab es in Form zweier verlassener Häuser, die kurz vor der Schranke standen. Ich nutzte die Gelegenheit, einen Blick hinein zu werfen. Allerdings wagte ich nicht, die Häuser zu betreten. Denn Teile des Daches und Balken waren schon eingestürzt.



Als wir unseren Weg wieder fortsetzten, musste Andreas das Display mit der Anzeige der Motorentemperatur sehr gut im Auge behalten. Mehrere Male hielten wir an, damit die Motoren wieder abkühlen konnten. Aber wir haben nun mal mit uns über 600 kg, die den Berg hochgeschleppt werden müssen!! Letztendlich schafften wir aber auch den letzten Anstieg.
Casper raubte uns kurz vor dem Ziel noch ein paar Nerven, weil er einen Moment der Freiheit nutzte, um sich aus dem Staub zu machen. Wir sahen ihn hinter einer Kuppe einer Wiese auf die Straße verschwinden und konnten nur noch hoffen, dass kein Auto kommt. Es war ihm herzlich egal, dass er uns nicht mehr sah… Zum Glück war eine Spaziergängerin so geistesgegenwärtig, die Leine zu schnappen, die ja an seinem Geschirr befestigt war und die hinter ihm herschleifte. Er lief auch brav neben der Frau her, bis wir zu ihnen stießen. Ich habe heute Nachmittag wahrscheinlich 30 neue graue Haare bekommen. Und letztlich sind wir einfach nur froh, dass dem kleinen „Fellmonsterchen“ nichts passiert ist. Mit zu viel Freiheit ist Casper einfach immer noch überfordert. Und seine Menschen haben wieder was gelernt.

Als der Schreck verflogen war, fuhren wir die letzten Kilometer zum Ferienhaus von Dietmar und Elisabeth hinunter. Wie wir da wieder hochkommen, überlegen wir uns in ein paar Tagen.

Von Elisabeth und Dietmar wurden wir mit großem Hallo empfangen. Hier bei den beiden in Beaulieu werden wir ein paar schöne Pausentage einlegen, bevor es am 15. oder 16. weiter in Richtung Heimat geht.

Es ist immer schön und interessant eure Berichte, Bilder und Erlebnisse zu lesen und ein kleines bisschen mitzuerleben, jetzt mal schönes entspannen und danach wieder gute Fahrt,liebe Grüße Gabi
Hallo ihr beiden, wir verfolgen eure Tour regelmäßig. Ist immer wieder spannend was ihr so erlebt. Toll! Die Hügel!! bei Dietmar und Elisabeth haben wir vor Jahren auch leidvoll erfahren. Erholt euch gut und stärkt euch für die Rückfahrt. Sagt Dietmar und Elisabeth auch liebe Grüße
Helga und Siggi
Es ist schön mit euch lesend mitzureisen! Ich hoffe, wir sehen uns bald auf eurem Weg nach von Beaulieu nach Norden! Wir fangen an diesem Wochenende an zu packen… Bis bald, liebe Grüße an euch alle, bleibt gesund, heil und munter! Susann und Sönke
Hallo ihr beiden: Euch wünschen wir weiterhin einen wunderschönen Urlaub.Wenns weiter geht eine gute,pannenfreie Fahrt .Grüße an die beiden Freunde .
Angelika und Hans
Von uns auch ein Grüßle, wir sind gestern wieder in der Pfalz gelandet und heute mussten wir gleich mal zur Lolosruhe mit dem Tandem. Grüße an DET und eine erholsame Zeit, Andrea und Friedhelm
Was ist los,keine Nachrichten mehr.Dann gehen wir davon aus dass es euch gut geht.Wann geht’s wieder auf Tour?
Grüße Angelika und Hans 🚴♂️🚴♂️♥️