Die Weihnachtstage sahen bei uns wahrscheinlich ein bisschen anders aus als bei den meisten anderen Menschen, die wir kennen. Die ruhigen, besinnlichen Tage hatten wir ja schon von Ende Oktober bis Anfang Dezember. Also kribbelten uns die Finger, wieder mal ein bisschen handwerklich tätig zu werden. Während ich im Haus ein paar liegen gebliebene Dinge in Angriff nahm, werkelte Andreas nebenan am Wohnwagenprojekt. Zwischendurch ließen wir es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen.
In einem früheren Beitrag habe ich davon berichtet, dass Andreas den Rahmen des Wohnwagens um einen Meter verlängert hat. Damit die Verbindung zwischen der Verlängerung und des ursprünglichen Rahmens stabiler wird, hat Andreas eine Verstärkung mithilfe von Aluwinkeln und Gewindestangen angebracht.

Wenn wir auf künftigen Reisen mit dem Anhänger irgendwo anhalten, um darin zu übernachten, muss der Wagen richtig stabil stehen. Erstens weil ständiges Gewackel nervt und zweitens, weil es der Federung nicht gut tut, wenn unser ganzes Gewicht beim Übernachten auf ihr liegt.

Andreas hat eine ganze Weile überlegt, wie er das lösen soll. Einige Ideen hat er ziemlich schnell wieder verworfen, andere wurden weiter verfolgt. Er holte sich auch manchmal Anregungen bei Youtubern, die bereits Fahrradwohnwagen gebaut haben.
Aber: wir sind zu dritt – der Wohnwagen wird deutlich länger, im Stand breiter und insgesamt schwerer! Es muss für die meisten Dinge deshalb eine Sonderlösung her. Zum Glück hat Andreas bisher noch für alle Probleme die passenden Lösungen gefunden. Inwieweit sie sich bewähren, werden die ersten Testfahrten zeigen müssen. Dass wir hier und da improvisieren müssen, war bei unseren bisherigen Radreisen auch immer so. Wir mussten aber noch nie eine Reise abbrechen uns sind immer wieder zu Hause beim „rode Hiesl“ angekommen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass das so bleibt.

Die Lösung im Bezug auf die Stabilität sieht nun so aus: es wurden unter der Bodenplatte Alu-Rechteckrohre angeschraubt. In diese werden wiederum kleinere Alu-Rechteckrohre gesteckt, die nach außen überstehen. Unter die „Überstände“ stellt man Alu-Stützen mit Gewinde, so dass die Höhe angepasst werden kann.

Alle vier Stützen müssen so weit nach oben gedreht werden, bis der komplette Wagen aus der Federung gehoben ist und somit stabil und wackelfrei steht.

So sieht jetzt die „Grob-Version“ aus. Andreas wird das Ganze noch verfeinern. Er wird irgendwie (Ideen-Findung ist im Gange) dafür sorgen, dass die Alustangen nicht von den Stützen abrutschen können.
Jetzt soll aber erst einmal der Korpus fertig werden. Das Finetuning kommt später.
Im folgenden Video erklärt Andreas nochmal genauer, wie das Ganze funktionieren soll: